Segeleigenschaften

Ihre Segeleigenschaften sind es im Besonderen, die die Grinde zu einem so begehrten wie bekannten Schiff gemacht haben.

Dank des relativ modernen Unterwasserschiffes sind die Segeleigenschaften im Vergleich mit anderen Familienschiffen dieser Baujahre/Größe wirklich gut. Die Grinde ist keine Rennziege, aber läuft ganz ordentlich.

Einfach gesagt, sie ist schnell, steif, kann viel Wind vertragen und ist immer einfach zu segeln.

Positiv

Aufzählung     schnell
Aufzählung     dank Skeg sehr kursstabil.
Aufzählung     verträgt viel Tuch
Aufzählung     segelt trocken
Aufzählung     kaum Pinnendruck
Aufzählung     wenig Lage
Aufzählung     setzt Böen sofort in Geschwindigkeit um
Aufzählung     vermittelt auch bei Sturm ein Gefühl von Sicherheit
Aufzählung     stampft sich nur selten in der Welle fest
Aufzählung     gute Höhe am Wind
Aufzählung     wenig Abdrift

Negativ

Aufzählung      Der Bug treibt bei Hafenmanövern unter Seitenwind stark ab
Aufzählung  
Aufzählung      Zu wenig Motorleistung mit dem 10 PS Originalmotor
Aufzählung  
Aufzählung      Zu wenig Segelfläche bei wenig Wind
Aufzählung  
Aufzählung      Die Grinde kann schlecht gegen hohe Wellen an motoren. Sie steckt
Aufzählung      dabei das  füllige Vorschiff in die Wellen und verliert dabei viel Fahrt. 
Aufzählung      Daher  gilt meine Empfehlung der größeren 18PS Maschine.     
Aufzählung  
Aufzählung      Enge Radien mit kleiner Fahrt voraus sind mangels Ruderwirkung nicht  
Aufzählung      realisierbar.
Aufzählung  
Aufzählung      Rückwärtsfahrt funktioniert mit dem Originalruder nur in eine Richtung, wenig  
Aufzählung      Ruderwirkung und ein starker Radeffekt sind hierfür wohl die Ursache.

                           

1976 hat die dänische Bootszeitschrift „BaadNyt“ die Grinde in einem Vergleichstest gegen die damals populären Boote Ballad, Scampi und Elvström Cruiser antreten lassen.

„Vier Boote der gleichen Klasse wurden gemeinsam getestet. Drei Stück sind sich in der Form sehr ähnlich, das Vierte unterscheidet sich vollkommen von den Anderen. Der große Unterschied ist das Spitzgatt, genau wie bei den schönen alten Bootstypen."

„Die typische Walform wurde in sämtlichen Details streng aber funktionell geformt, ohne schmückenden und unnützen Klimbim. Sechs erfahrene Testsegler haben die vier Boote unter gleichen Bedingungen getestet. Die Grinde schnitt dabei am Besten ab."

„Hier einige Kommentare der Testsegler: „Man ist immer wieder freudig überrascht, vieles ist anders, aber wirkt bestens.“

„Die Grinde lässt sich bestens segeln, egal bei welchem Wetter, auch überrascht uns die Grinde bei hoher See, hier benahm sich das Boot noch besser, als man es auf Bildern ausdrücken kann.“

„Die Grinde geht leicht über die Wellen, ist daher noch leicht im Ruder. Selbst hoch an der Kreuz erreicht sie enorme Geschwindigkeiten.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Im Sommer 1987 segelte ich im Kattegatt mit meiner Neptun 22 nur unter Sturmfock vor dem Wind ab. Das Boot lief ein Super Tempo, nur um mich herum war kein Segler mehr zu sehen, was mein mulmiges Gefühl noch verstärkte. Kurz vor Julsminde kam mir dann doch noch ein einzelnes Boot entgegen. Eine Grinde auf der Kreuz.

Drei ältere Segler winkten mir freundlich zu und schienen wirklich guter Dinge zu sein. Ich war baff. Ab diesem Moment stand mein Entschluss fest. Ich kaufe eine Grinde! Im nächsten Jahr hatte ich Glück, ich fand eine Grinde, konnte das Geld zusammenkratzen und sie gemeinsam mit Freunden kaufen.

Ich habe diese Entscheidung seither nie bereut.“ Th.Licht 8/99