Teakboden unter Pantry und Navigationstisch 1/2

Jahrelang hatte uns der serienmäßige Teppichboden an dieser Stelle genervt. Immer wieder mussten wir ihn mühselig reinigen, da öfter Öl- und Dieselspritzer von der Motorwartung und Speisereste aus der Pantry den Weg in den Teppich fanden. Ein Plastikbelag passte für uns nicht zur Grinde, es blieb also nur Holz. Wir haben uns also von der Tischlerei Behn in Hamburg Blätter mit Starkfurnier gekauft, die es dort in Breiten von ca. 15 - 20 cm günstig gibt. Diese Furniere haben wir dann mit einer Kreissäge in Bretter von ca. 5 cm Breite zersägt und passend abgelängt. Insgesamt sind für beide Böden 26 Bretter nötig.

        

Den Boden haben wir vor der Verklebung mit Sika 221 gründlich mit Aceton entfettet. Die Bretter haben wir einen Tag später jeweils auf der Rückseite in der Mitte mit einem ca. bleistiftdicken Strang Sika in voller Länge bestrichen und sofort an der passenden  Stelle des Bodens angedrückt, bis an den Seiten ein wenig Sika hervortrat. Dann konnten wir loslassen und beim nächsten Brett weitermachen. Nachdem alle Bretter verklebt waren ließen wir das Ganze eine Nacht aushärten. Am nächsten Tag haben wir zunächst alle Bretter oben neben den Fugen abgeklebt. Zum Vergießen der Fugen haben wir Sika 290 DC verwandt. Nach dem Verfugen ist es wichtig, das Sika sofort glatt zu streichen und das Abklebeband zu entfernen. Achtung: Sika färbt und klebt sehr stark. Nicht mit dem Abklebeband an Kleidung oder andere wichtige Dinge kommen.

Wir sind mit dem Ergebnis des Umbaus sehr zufrieden. Der Teakboden ist sehr pflegeleicht, sieht besser aus als vorher und war mit 40 DM für das Holz und 50 DM für das Sika kaum teurer als guter Teppichboden incl. Kleber.

Thomas Licht

Teakboden unter Pantry und Navigationstisch 2/2

Um das Bodenbrett und die Seiten mit Teak zu belegen, waren erstmal
Vorarbeiten erforderlich: beim Bodenbrett nur anschleifen, an den Seiten
den alten Belag abreißen und die Kleberreste vom GFK entfernen , entfetten und mit Epoxid versiegeln. Die 3mm dünnen Teakbrettchen wurden erst auf
Breite (60mm) gesägt, dann nach Maserung sortiert und nummeriert. Weil
solche Brettchen oft in allen Richtungen krumm sind, wurden sie gewässert
und zwischen festen Latten und Schraubzwingen zum Geradewerden eingespannt.
Vor dem eigentlichen Verlegen wurde der Boden an den Seiten wieder
anschliffen und die Teakbrettchen mit Pantera aufgeklebt, wie beim
Fliesenlegen den Klebstoff mit einen mittleren Zahnspachtel verteilen.
Nicht alles auf einmal, so 2 bis 3 Brettchen pro Arbeitsgang. Brettchen
fest andrücken, bis der Kleber allseitig rauskommt und der Übergang zum
nächsten eben ist. (Verbrauch : 1,5 Tuben )
Beim Bodenbrett wurden die Brettchen mit wasserfestem Leim aufgesetzt,
mit kleinen Nägeln fixiert und dann flächig gepresst. 
Es folgte das Vergießen mit Sikaflex 290DC Decksvergussmasse. Hierfür
unbedingt die Fugen entfetten und sauber mit glattem Klebeband die ganze
Holzfläche genau abkleben. Fugen voll füllen und mit elastischem Spachtel
glattziehen. (Verbrauch :ca. 1,5 Tuben)
Wirklich eine Woche trocknen lassen, dann erst mit einem Klotz schleifen.
Zuerst mit 80er Körnung dann feiner bis 320er.  
Die Fugen am Außenrand wurden freigelassen, ein sauberes Vergießen und
Schleifen ist dort schwierig, deshalb wurde hier hochwertiges
anthrazitfarbenes  Silikon (Lugato) verwendet, abgeklebt und mit einem
Gummikeil glattgezogen.


Zum Schluss ist die Holzoberfläche einmal satt mit Hempels Teak Sealer
versiegelt worden, damit Flecken es nicht so leicht haben. 
Das Ergebnis ist optisch ansprechend und fühlt sich barfuss gut an,
allerdings ist der Weg dahin , nicht nur durch die Enge bedingt, mühsam
und mit ca. 30 Stunden Arbeitsaufwand auch langwierig.


Jan Sticklus