Rollfock

„Grinde und Rollfock, das passt doch nicht zusammen“.

Genau so habe ich 12 Jahre auch gedacht, bis mir im Sommer 1999 drei Dänische Grinde mit einer Rollfock begegnet sind. Nach ausführlichen Gesprächen mit den Eignern ließ ich mich überzeugen, dass eine Rollfock auch auf einer Grinde eine vernünftige Sache sein kann.

Allerdings nur unter einer Voraussetzung: Man sollte nicht nur mit der Genua 1 und der Rollfock segeln. Wie Harald Schwarzlose in seinem Buch über Rollfocks feststellt, ist eine Rollfock immer ein Kompromiss. Im gerefften Zustand steht kein Segel so gut, dass es auf der Kreuz akzeptablen Vortrieb erzeugen kann, zudem wird das Segel in diesem Falle über Gebühr strapaziert.

Die Lösung für dieses Problem besteht darin, zwei Segel auf der Rollfock zu fahren. Im Falle der Grinde die Genua 1, wenn Windstärken bis 4 angesagt sind. Die Fock 3, wenn Wind über 4 zu erwarten ist. Die Genua 1 muss dann fast nie gerefft gefahren werden, da sie mit einem Reff im Großsegel immer noch sehr gut auf dem Ruder liegt. Die Fock 3 kann wegen ihrer kurzen Unterliekslänge laut Schwarzlose bis ca. 60 % gerefft werden und macht damit sogar noch ein Aufkreuzen ohne große Einschränkungen möglich. Das heißt sie steht dann mit 10 Qm zur Verfügung und macht das Segeln bis 7-8 Windstärken möglich.

Damit dürften nahezu alle Situationen auf dem Ostsee seglerisch zu bewältigen sein.

 

 

 

Welche Anlage ist gut geeignet?

Wir haben uns aus drei Gründen für eine Furlex 200 S entschieden:

Aufzählung     alle drei Dänen haben sie und sind begeistert
Aufzählung     sie ist qualitativ hochwertig
Aufzählung     sie wird komplett mit allem Zubehör geliefert.

 

Was beim Kauf und Einbau zu beachten ist:

Vorstaglänge der Grinde:

Mögliche Länge des Segelvorlieks:

(Vorstaglänge — (F+E)

Umarbeiten der Genua 1:

Umarbeiten der Fock 3:

 

 

 

 

 

(Maße der Grinde)

 

Die Halterung der Buglampe muss soweit wie möglich unten gekürzt werden, damit die Focktrommel genug Platz findet.

 

 

 

 

 

 

 

 

Thomas Licht