|
Deckenverkleidung
Bei der Grinde ist die Decke
in der Kajüte nur mit Farbe auf das GFK
behandelt. Muttern, Scheiben ,Gegenplatten usw. sind zu sehen. Es wirkt auf
viele nur halb fertiggestellt, vor allen wenn man zum Vergleich mal unter
Deck anderer Schiffe schaut.
Die in alle Richtungen runde
Form macht es bei
der Grinde allerdings auch nicht möglich, mal eben die Decke zu verkleiden.
Trotzdem habe ich mich mit Unterstützung an die Arbeit gemacht.
Ziel war es, eine Verkleidung in Stil der heute werftüblichen Bauweise
anzubringen, d.h. in längs verlaufende abnehmbare Segmente, mit
Mahagonileisten dazwischen.
Die 11-17cm breiten Segmente
selbst bestehen
aus 4mm wasserfestem Sperrholz auf das Kunstleder mit geschlossenporigem
3mm Schaustoffrücken (Akrütex von Rüegg aus Hamburg) geklebt wurde.
Zwischen den Segmenten und der Decke sind ca. 7mm Luft, damit die
Muttern, Scheiben usw. darunter passen.

Verloren gehen ca. 14mm Höhe,
an den Leisten ca. 19mm.
Die Oberteile der Leisten sind immer abwechselnd abnehmbar. Sämtliche
Aussparungen wie Fenster, Niedergang, Luke, Mastdurchlass und Lüfterloch
wurden mit Teak eingefasst um die Segmente darunter zu schieben. Um so wenig
Löcher wie möglich in die Innenschale des Sandwich-Decks zu bohren wurden
die Leisten und Einfassungen mit Sikaflex und Pantera geklebt.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen, allerdings ist handwerkliches Geschick
auf Tischlerniveau und eine Menge Zeit nötig.

Jan Sticklus
|