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Ankerhalterung am Bugkorb
Viel Platz für einen Anker an der richtigen Stelle und einen Kettenkasten hat eine Grinde nicht. Deshalb habe ich mich über die Platten-Anker-Halterung eines Stegnachbarn gefreut. Ich hielt die Position für gut und habe die Halterung leicht modifiziert nachgebaut.
Als obere Halterung dient eine 2mm dicke, verschraubte Blechschelle mit einem Karabinerhaken. Das wieder Einhängen nach dem Ankern ist bei Seegang eine etwas „fummelige“ Angelegenheit. Hier wäre ein weniger beweglicher „Haken“ sicher praktischer. Das untere Teil der Halterung besteht aus zwei Teakplatten, die hinten über ein schlankes Scharnier und vorne mit einer zu öffnenden Überfalle verbunden sind. Der feste Teil ist von oben mit dem Rumpf verschraubt. Ich habe dazu zwei Schrauben der umlaufenden T-Schiene entfernt und durch längere Schrauben, die jetzt auch die eine Teakplatte halten, ersetzt. Um den Anbau eventuell auch als Trittfläche nutzen zu können sind noch zwei Stützkeile unter die feste Backe geleimt und geschraubt.
In geschlossener Position hat der Anker in den profilierten Hölzern seitlich etwas Spiel. Deshalb ist er, mit einem Gummistrop am mittleren Bugkorbrohr, zusätzlich gesichert. Sechs bis acht Meter Kettenvorlauf ( je nach Kettendurchmesser) fahre ich in einem daneben angebrachten sechseckigen Ankerköcher (eigentlich für Faltdraggen gedacht). Damit die Kette nicht ungeplant ausrauscht, hat er einen Klappdeckel erhalten. Die 30m Ankerleine hängt z.Zt. noch aufgeschossen daneben. Geplant ist eine Leinenrolle auf der anderen Bugkorbseite. Der Köcher ist so hoch am senkrechten Relingsrohr angebracht, daß die darunter liegende Klüse für die Festmacherleine verwendet werden kann. Randbemerkungen: Bei Hafenmanövern muß der herausragende Anbau, als mögliches Hindernis, natürlich besonders beachtet werden. Beim Segeln gibt es durch den „Balkon“ keinerlei Behinderungen. Die Vorsegel schamfilen nicht. Der durch den Anker verdeckte Schiffsname war vorher an dieser Stelle ;-)) Bernd Schneider
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