| Rückblick
Der
Ursprung der Grinde ist wohl im - 1969 von dem Dänen Peter Bruun
konstruierten - kleinen
Schwesterschiff, dem Spækhugger zu sehen. Diesem überaus
erfolgreichen Boot folgte 1972 der seltene große Kaskelot. 1974 war es
dann
soweit, der damals 24 jährige Konstrukteur Peter Bruun bringt den
Prototypen
der Grinde ins Wasser, man sagte sie wäre noch seetüchtiger als der
schon
berühmte Spækhugger.
1975
begann der Serienbau der Grinde auf der Flipper Scow Werft , wo auch die
Mehrzahl der Boote gebaut wurden. Die meisten Schiffe stammen aus den
Jahrgängen 1976-78 (ca. bis Serienummer 380)
1979 übernahm Peter Bruun die Produktion und die Werft hieß fortan
Peter Bruun Baadebyggeri. Es taucht im Zusammenhang mit der Grinde auch der Name
Skive
Baadevaerft auf, eine Produktion war geplant, kam aber nie zustande.
Es wurden im Laufe der Jahre immer weniger Schiffe gebaut : 1982
verzeichnet die Seriennummer 444, das Jahr 1984 die 465. Die letzte werftgebaute
Grinde stammt aus dem Jahr 1989 und hat die Seriennummer 481. Die höchste
und allerletzte Baunummer 482 trägt eine selbstausgebaute Grinde von
1989.
85% der Boote sind Werftbauten, die restlichen 15% sind selbstausgebaute
Boote.
Im Laufe der Produktionsjahre gab es mehrere Formen für die Grinde. Die
letzte von 1978, mit ca.100 Schiffen auf dem Buckel, steht noch funktionstüchtig
bei
Peter Bruun. Bei Bestellung mehrerer Rümpfe wird die Produktion wieder
aufgenommen werden können.
In der Serie hat es nicht viele Modifikationen gegeben : der
Wasserablauf der
Vorderluke ist vom Schlauch zur Rinne (ab 1978) geändert worden, es
wurden
einige wenige Boote mit Dinetteneinrichtung (U-Sofa) gebaut.
Da das große Schwesterschiff der Grinde, die Kaskelot bei vielen
Grinde-Eignern
auf Interesse stößt, gibt es an dieser Stelle einige
Kaskelot-Basisinformationen : es wurden von 1972 bis 1989 insgesamt 48
Stück
gebaut, davon 2 Stück für Holland mit Grinde-Aufbau. Die Form
existiert leider
nicht mehr, es sind keine Rümpfe mehr lieferbar.
(Dieser Artikel basiert auf Informationen direkt vom Konstrukteur Peter
Bruun sowie vom Grinde Nyt des Dansk Grinde Klub)
Jan Sticklus
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